Große finanzielle Investitionen, die Hürden der Bürokratie und das Überwinden von Sprachbarrieren: Der Weg in die Pflegeausbildung in Deutschland erfordert Mut. Soulemane hat diesen Schritt gewagt und berichtet in seinem Erfahrungsbericht, wie er den Wechsel vom Geschichtsstudium in Togo zum Pflegealltag bei Alpenland gemeistert hat.
Als Soulemane im September 2021 in Deutschland landete, war die Vorfreude groß, doch die Herausforderungen begannen sofort. Trotz eines verspäteten Starts und anfänglicher Ängste bezüglich seines Visums blickt er heute auf eine erfolgreiche Integration zurück, die von unerschütterlicher Hoffnung geprägt ist.
Quereinstieg in die Pflege: Vom Geschichtsstudium in den neuen Beruf
Soulemanes beruflicher Weg begann an der Universität in Lomé, Togo. Dort studierte er Zeitgeschichte und erlernte mehrere Sprachen, darunter Französisch, Arabisch, Englisch und Deutsch. Ursprünglich war es sein Ziel, Diplomat zu werden, doch die weltweite Pandemie verhinderte sein geplantes Masterstudium.
Auf Anraten eines Freundes entschied er sich für einen Quereinstieg in die Pflegeausbildung. Was zunächst als pragmatischer Schritt begann, hat sich für ihn heute als eine der sinnvollsten Entscheidungen seines Lebens erwiesen.
Checkliste: Erfolgreich in die Pflegeausbildung starten
Der Weg in ein neues Land und einen neuen Beruf lässt sich mit der richtigen Planung meistern:
Finanzielle Hürden
Rücklagen für Visumsgebühren und Flugtickets sind essenziell.
Bürokratie
Als Arbeitgeber bieten wir Unterstützung bei Behördengängen.
Sicherheit
Wir sorgen für eine gründliche Einarbeitung unserer Azubis in der neuen Einrichtung.
Wohnraum
Alpenland stellt als Arbeitgeber zum Beginn der Ausbildung den Wohnraum.
Kosten, Eingliederung, Struktur: Soulemanes größte Herausforderungen auf dem Weg in die Pflegeausbildung
Der Weg nach Deutschland war für Soulemane mit organisatorischen, finanziellen und persönlichen Herausforderungen verbunden. Wie viele internationale Auszubildende musste auch er verschiedene formale Schritte durchlaufen. Das reicht von behördlichen Verfahren bis hin zur Reiseplanung. Rückblickend beschreibt er diese Phase als eine bewusste Investition in seine berufliche Zukunft.
Auch der Start in den Pflegealltag verlangte ihm einiges ab:
- Integration: Besonders zu Beginn war die Sorge groß, sprachliche Fehler zu machen. Mit wachsendem Selbstvertrauen entschied er sich jedoch, aktiv zu sprechen und aus jeder Situation zu lernen.
- Sprachliche Anpassung: Unterschiedliche Dialekte und Ausdrucksweisen machten die ersten Wochen anspruchsvoll. Eine Erfahrung, die viele internationale Fachkräfte teilen.
- Arbeitsrhythmus: Der Wechsel in den Schichtdienst und ein strukturierter Pflegealltag bedeuteten eine deutliche Umstellung, an die er sich Schritt für Schritt gewöhnte.
Die Rahmenbedingungen für eine Ausbildung in Deutschland sind individuell verschieden. Jede Geschichte ist anders, jede Ausgangssituation bringt eigene Herausforderungen mit sich. Soulemanes Weg macht jedoch deutlich: Wer bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und Schritt für Schritt voranzugehen, kann viel erreichen. Und der Einsatz lohnt sich.

Warum sich der Weg lohnt: Hoffnung als Antrieb
Die treibende Kraft hinter Soulemanes Durchhaltevermögen ist seine Familie. Als eines von 13 Kindern trägt er die Verantwortung mit einem Lächeln, da seine größte Hoffnung darin besteht, seine Angehörigen in der Heimat unterstützen zu können.
In seiner Einrichtung bei Alpenland hat er mittlerweile ein herzliches und internationales Arbeitsumfeld gefunden. Er übernimmt bereits aktiv Verantwortung und plant schon seine nächsten Schritte: das Erreichen des B2-Sprachniveaus sowie fachspezifische Fortbildungen. Für ihn bietet das Engagement in der Pflege echte Möglichkeiten und neue Hoffnung.

Integration durch Sprache: Soulemanes Tipps für internationale Azubis
Neben dem Klima war es vor allem die deutsche Kultur mit ihren Traditionen und Festen, die Soulemane beeindruckte. Trotz des Vermissens seiner Heimat Togo hat er in der Vielfalt seines Teams und seiner Berufsschulklasse ein neues Zuhause gefunden.
Sein wichtigster Rat an andere junge Menschen, die eine Pflegeausbildung in Deutschland anstreben, lautet: „Sprache ist der Schlüssel“. Integration gelingt seiner Erfahrung nach nur durch aktives Sprechen, nicht nur durch Lesen und Schreiben. Soulemanes Weg zeigt, dass sich Durchhaltevermögen und die Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben am Ende auszahlen.
Häufige Fragen, die internationale Quereinsteiger sich stellen
Ja, ein Quereinstieg ist absolut möglich; Soulemane wechselte beispielsweise erfolgreich von einem Studium der Zeitgeschichte in die Pflegeausbildung. Alpenland unterstützt diesen Wechsel durch eine gründliche Einarbeitung direkt in der Einrichtung.
Um dir den Start in Deutschland zu erleichtern, bietet Alpenland aktive Unterstützung bei notwendigen Behördengängen an. Zudem stellen wir zum Start deiner Ausbildung Wohnraum, damit du dich von Anfang an auf deine Ausbildung konzentrieren kannst.
Die Sprache ist der wichtigste Schlüssel zur Integration; Soulemane rät daher, von Beginn an so viel wie möglich aktiv zu sprechen. Alpenland fördert Ihre Entwicklung zusätzlich durch berufsbegleitende Deutschkurse, um Ihre Kommunikation im Alltag und im Team zu festigen.