Dass sie in der ambulanten Pflege ihre Erfüllung fand, war kein Zufall. Schon früh spürte sie, dass gerade hier die Mischung aus Fachwissen, Menschlichkeit und Nähe einzigartig ist. „Die häusliche Krankenpflege ist anspruchsvoll – und unglaublich bereichernd.“

Als sie bei Alpenland anfing, war das Team noch überschaubar: drei Mitarbeitende, 16 Klient:innen. Heute betreut sie mit 15 Kolleg:innen über 70 Menschen. „Auf dieses Wachstum bin ich stolz – und auf die Anerkennung, die wir inzwischen auch von Ärzt:innen, Krankenhäusern und Sozialdiensten bekommen.“ Doch Zahlen allein machen sie nicht zufrieden. Vielmehr ist es die Beständigkeit: Mitarbeitende, die seit vielen Jahren bleiben, die familiäre Nähe zu den Klient:innen, das Gefühl, etwas wirklich Sinnvolles zu bewirken.

Ihr Arbeitsalltag ist bunt und fordernd: von Beratungsgesprächen über Qualitätssicherung bis hin zur Vermietung von Seniorenwohnungen. Es sind viele Rollen in einem Job – Managerin, Zuhörerin, Fachfrau. Herausfordernd bleibt der Umgang mit Krankenkassen und der Spagat zwischen steigenden Anforderungen und begrenzten Ressourcen.

Doch die Momente, in denen dank ihrer Arbeit Menschen weiter in ihrer vertrauten Umgebung leben können, überwiegen. „Das sind die schönsten Seiten meines Berufs.“

Für Petra Timucin ist klar: Pflege gelingt nur im Miteinander. Ehrlichkeit, Empathie und gegenseitige Unterstützung sind für sie die Grundpfeiler. „Man merkt ein gutes Team daran, dass es auch in stressigen Zeiten zusammenhält.“ Dieses Klima weiterzutragen und jungen Mitarbeitenden vorzuleben, gehört für sie genauso zur Führung wie Organisation und betriebswirtschaftliches Denken.

Die Pandemie hat die Pflege ins öffentliche Bewusstsein gerückt – endlich, könnte man sagen. Doch für Petra Timucin reicht das nicht: „Wir brauchen mehr gesellschaftliche und politische Wertschätzung. Unsere Arbeit ist ein täglicher Mehrwert für die Gesellschaft.“

„Pflege ist mehr als ein Beruf… es ist eine Haltung!“