Pflege ist Schwerstarbeit, körperlich wie mental. Damit Mitarbeitende dauerhaft gesund und motiviert bleiben, braucht es mehr als gute Absichten. Bei Alpenland ist daraus ein konkretes Programm geworden: Seit einem Jahr zeigt das AOK-Projekt „PiP – Prävention in Pflege“, wie sich der Arbeitsalltag in der Pflege aktiv gesünder gestalten lässt.
Was ist das PiP-Projekt und warum nimmt Alpenland daran teil?
Seit rund einem Jahr nehmen das Haus der Betreuung und Pflege am Stockenberg sowie das Haus der Betreuung und Pflege in Bad Rappenau am AOK-Projekt „PiP – Prävention in Pflege“ teil.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht ein einzelnes Angebot, sondern ein ganzheitlicher Ansatz: eine gesunde Organisation, eine positive Atmosphäre – und mehr Wohlbefinden für alle, die hier leben und arbeiten.
Wie gestalten Mitarbeitende die Gesundheitsförderung aktiv mit?
Damit das gelingt, wurden in beiden Einrichtungen Steuerkreise gegründet. Hier sitzen Mitarbeitende aus allen Bereichen zusammen – von der Pflege bis zur Verwaltung. Gemeinsam wird überlegt, welche Maßnahmen helfen, Gesundheit und Zufriedenheit im Arbeitsalltag zu stärken. So entstehen die Ideen nicht am Schreibtisch der Geschäftsführung, sondern direkt aus dem Kreis derer, die den Pflegealltag täglich erleben.
Wie hat die Mitarbeitendenbefragung in Bad Rappenau den Start geprägt?
In Bad Rappenau begann alles mit einer Mitarbeitendenbefragung. Sie zeigte, wo Belastungen liegen und wo Veränderung möglich ist. Besonders prägend war die Mesana-Messung zur eigenen Gesundheit. Viele fragten sich danach: „Wie steht es um meinen Schlaf, meine Ernährung – und mein Wohlbefinden?“
Welche konkreten Maßnahmen gibt es im Arbeitsalltag?
Schlaf im Schichtdienst – ein Dauerbrenner in der Pflege, den kaum eine andere Berufsgruppe so stark zu spüren bekommt. Beim nächsten Gesundheitstag steht dieses Thema im Fokus. Die Teilnehmenden erfahren, wie Regeneration funktioniert und wie man trotz wechselnder Arbeitszeiten zu innerer Balance findet.
Mittwochs ist jetzt „Snacktag“: Die Küche serviert im Rahmen der „gesunden Pause“ kleine, frische Leckerbissen – von Gemüsesticks bis Smoothies. Eine köstliche Alternative zum Süßigkeitentisch und ein echter Energiebooster im Arbeitsalltag.
Wie hat die Step-by-Step-Challenge das Team bewegt?
hat die Step-by-Step-Challenge das Team bewegt?
Im Sommer wurde es sportlich: Die „Step-by-Step“-Challenge brachte das Team in Bewegung. Sechs Teams sammelten in sechs Wochen unglaubliche 17.804.241 Schritte! Das Ergebnis: mehr Fitness, mehr Teamgeist – und freie Parkplätze, weil viele lieber zu Fuß kamen.
Wie ergänzt heycare das PiP-Projekt mental?
Gesundheit ist mehr als Bewegung. Mit dem Mental-Health-Programm heycare geht es auch um Achtsamkeit, Selbstfürsorge und seelische Widerstandskraft. Das Programm ergänzt PiP perfekt – für ganzheitliche Gesundheit im Berufsalltag.
Wie geht es mit PiP weiter?
Der nächste Schritt steht schon fest: Im kommenden Jahr werden auch die Bewohnenden aktiv in das Projekt eingebunden. Welche Ideen und Impulse dabei entstehen, bleibt spannend.
Eines aber ist klar: Gesundheit ist Teamarbeit. Und gemeinsam schaffen wir Orte, an denen sich alle wohlfühlen – mit Herz, Verstand und Bewegung.